Ein Cocker aus Spanien bloggt

Lieber Freund,

gegangen bist du nun, vorher schautest du mich an,

mit braunen Augen voller Liebe,

sagtest mir ein letztes Mal, "ich hab dich lieb"!

Und auch-

Bitte, geh mit mir das letzte Stück...

von meinem Weg, lass mich jetzt nicht allein!

Ich ging mit dir, ein Leben lang,

Mein Leben, dass ich mit dir teilte! 

Ich halt dich fest in meinem Arm,

ein letzter tiefer Atemzug,

dann gehst den Weg zur Regenbogenbrücke.

Tränen rollen schwer, bleib doch bei uns! 

Bitte geh noch nicht! Doch dein Auge bricht...

Die Wohnung ist so schrecklich still und leer,

lieber Freund, du fehlst mir ja so sehr!

Doch es gibt kein Zurück - 

lieber Freund, hab Dank -

und irgendwann, in ferner Zeit, bin ich sicher,

sind du und ich wieder vereint -

im gemeinsamen (Hunde-) Glück!

Tiere teilen ihr ganzes Leben und ihre Liebe mit uns. Sie werden Freunde, ein Teil der Familie...wenn sie für immer gehen, reisst dies ein tiefes Loch im Leben. Man sollte ein Tier, daß einen so lange begleitet hat, im Tod nie! alleine lassen. Tiere möchte beim sterben genauso wenig alleine sein, wie wir Menschen! An dem Nachmittag, als unser Whisky gestorben ist, hat er uns keine Sekunde aus den Augen gelassen!

Uns machte dann nichts mehr Spaß, auch nicht spazieren gehen. Am Anfang konnten wir nicht über einen neuen Hund nachdenken. Wir hätten schon nach 14 Tagen einen neuen haben können. Aber das wäre zu früh gewesen. Wir konnten unseren Dackel noch nicht gehen lassen. Das muss man aber, sonst haben ihre kleinen Seelen doch keine Ruhe.

Aber nach etwa 4 Wochen, waren wir (aus einem traurigen Anlass) bei einem lieben Freund mit Hund. Dort merkten wir das erste Mal, dass es ein Hund ist, der uns so fehlt. Nochmal gut 4 Wochen später war er bei uns. Da konnten wir zum ersten Mal wieder aus ganzem Herzen lachen (über die Hündin). Seit dem wussten wir, wir wollen unbedingt und bald wieder einen Hund. Nur so können wir wirklich glücklich sein! Damals ging es arbeitsmässig nicht, aber etwa ein viertel Jahr, nachdem unser Dackel gestorben war, holten wir unsern Moshe. Den wir schon sehnsüchtig erwartet hatten!

Unser Herz hatte uns gesagt, wann wir bereit waren für eine neue Hundeseele! Und vielleicht auch unser kleiner Whisky aus dem Land hinter der Regenbogenbrücke!

Und noch ganz zum Schluss, so ein lieber Freund hat es eigentlich nicht verdient, in der Tierkörperbeseitigungsanlage in ganz kleine Stücke gehäckselt zu werden. Denn das passiert mit den Tieren, wenn man sie beim Tierarzt lässt!

Es gibt inzwischen Krematorien, die die Tiere (einzeln) einäschern und man dann die Asche in einer kleinen Urne zurückbekommt oder auch Tierfriedhöfe, wo man sie zur letzten Ruhe betten kann. Im eigenen Garten geht es natürlich auch, man muss nur 50 cm tief graben und nicht im Wassereinzugsgebiet oder so. Bei der Auswahl der Krematorien muß man allerdings etwas hinschauen, es gibt auch schwarze Schafe.