Ein Cocker aus Spanien bloggt

Eigentlich egal welches, aber besonders bei Hunden, die einen (hoffentlich) lange Jahre begleiten und relativ viel Zeit beanspruchen, sollte man sich folgendes überlegen...

Sind alle Familienmitglieder mit dem Tier einverstanden?

Habe ich genügend Zeit, um mit dem Hund raus zu gehen, zu spielen und sich mit ihm zu beschäftigen.

Möchte ich einen großen oder kleinen Hund und welche Rasse oder Mix ? Habe ich schon Erfahrung mit Hunden? Manchmal, wenn es garnicht geht, ist einfach nur der falsche  Hund beim falschen Menschen. Leute die nicht so viel Zeit haben oder nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, sollten sich dann zum Beispiel keinen Jagdhund (die für ihr Leben gern laufen) anschaffen. Man sollte da auch kleinere Hunde nicht unterschätzen. Unser Rauhaardackel zum Beispiel ist, als er noch jung und fit war, auch seine 20-25 km mit uns gewandert. Zudem haben gerade die ihren ganz eigenen Kopf (wenn auch sehr netten und schelmischen), mit dem man (mit viel Humor) umgehen können muß.

Kann ich das mit dem Beruf vereinbaren, Hunde sollten nicht allzu lange alleine bleiben müssen. Sie sind Rudeltiere und brauchen Ansprache. Bei größeren Hunden ist auch ein Grundstück oder Garten günstig, bekommen sie allerdings genügend Auslauf, geht es durchaus auch ohne.

Bei einer Mietwohnung ist wichtig, dass man das Einverständnis des Vermieters hat, Tiere halten zu dürfen.

Was mache ich im Urlaub mit dem Tier? Inzwischen gibt es auch sehr viele Vermieter und Hotels, in denen man Hunde mitbringen kann. Wir sind früher auch oft weit weg geflogen. Inzwischen hat sich das ein wenig geändert. Das allerschönste ist Urlaub mit Hund! Die hinterletzte Lösung  ist allerdings, den Hund dann einer Autobahnraststätte oder so zu "entsorgen", weil er im Urlaub dann im Weg ist!

Und, habe ich das Geld für Futter und eventuelle Tierarztkosten. Tiere können wie Menschen auch, krank werden. Dann sollte man schon für sie sorgen und auch bereit sein, sie zu pflegen.

Manchmal ist es nötig (für Mensch und Tier), eine Hundeschule zu besuchen. Bin ich bereit dies zu tun.

Die Anfrageformulare von Tiere in Spanien zum Beispiel, enthalten diese Fragen alle. Da hat man nochmals Zeit, sich alles zu überlegen. In Tierheimen sollte dies nachgefragt werden.

Wenn man sich ein Tier aus Spanien oder überhaupt aus dem Ausland holt, sollte man auch immer bedenken, dass dies meist ein Blinddate ist und bereit sein, sich auf das einzulassen, was da "kommt". Oft haben diese Tiere auch sehr schlimmes erlebt und man braucht manchmal auch viel Geduld, damit sie Vertrauen fassen können. Ich denke, oft hilft da der "Bauch" wohl auch mit, unsern Moshe haben wir erst vollkommen "übersehen, dann doch noch sein Bild gesehen, *klick*, "das ist er", und am Flughafen ist er sofort an uns hoch gesprungen, als wäre er schon immer unser Hund gewesen (obwohl er sonst gegenüber Fremden erst mal sehr ängstlich und reserviert war! Das hat sich aber auch schon gewaltig geändert!). Und es ist ein Hund, wie für uns "gemacht"! Besser hätten wir es nicht treffen können!

Wenn man dies nicht will, ist es besser ein Tier aus dem Tierheim zu holen, wo man vorher schauen kann, ob es passt. Eventuell auch vom (guten!) Züchter. Dort sollte man sich aber auch umschauen, wie die Tiere gehalten werden!

Keinesfalls sollte man ein "Sonderangebot" aus der Zeitung oder Internet nehmen!!! Diese Tiere stammen meist aus Hinterhofzuchten, bei denen die Tiere unter fürchterlichen Bedingungen gehalten werden! Ebenso auf irgendwelchen Märkten... Da immer Finger weg, an diesen Tieren hat man meist keine Freude. Sie selbst sind auf Grund der Bedingungen, unter denen sie gehalten wurden, oft krank und den Muttertieren sollte man solche Torturen ("Zuchtmaschinen" ) auch nicht antun.

Wenn keiner sowas kauft, werden die meisten auch aufhöre, mit solcher Quälerei das große Geld machen zu wollen!